printericon

Ausstellungen 2019-2020

DIESE AUSSTELLUNGEN SIND DERZEIT NICHT SICHTBAR.

 

Oskar Kokoschka. Der Aufruf nach Dresden

16. Mai 2020 – 16. August 2020
Vernissage am 16. Mai um 18:00 Uhr, anlässlich der Museumsnacht der Waadtländer Riviera
Espace Kokoschka, Musée Jenisch, Vevey

Vor knapp 100 Jahren wurde Oskar Kokoschka (* 1886 in Pöchlarn, † 1980 in Montreux) als Professor an die Dresdner Akademie für Künste berufen, wo er es sich zur Aufgabe machte, die Lehre zu erneuern. Sein Aufenthalt im sogenannten «Florenz an der Elbe» dauerte mit einigen Unterbrechungen von 1916 bis 1923. In dieser Zeit knüpfte Kokoschka enge Kontakte mit dem Kreis der Expressionisten und malte zahlreiche Porträts. Angeregt durch die künstlerische Dynamik, die in dieser Stadt herrschte, erprobte er mit grossem kreativem Elan verschiedene Techniken – eine schöpferische Phase, die ihm half, die Ereignisse des Ersten Weltkriegs zu verarbeiten und sich von seinen Verletzungen zu erholen. «Ich konnte mir in Dresden damals wirklich alles erlauben», schrieb er in seiner Autobiographie.

Musée Jenisch Vevey

Permanente Ausstellungssäle
Ab 25. Februar 2020 (ausser während Aufbau von Ausstellungen)
Espace Kokoschka, Musée Jenisch, Vevey

Das Musée Jenisch widmet Oskar Kokoschka mehrere permanente Ausstellungssäle. In einem biografischen Raum vermitteln Fotos und eine Chronologie einen Einblick in das abenteuerliche Leben des Künstlers, während in einer Kunstkammer aufgezeigt wird, in welchem Umfeld Kokoschka ab 1953 bis zu seinem Tod in Villeneuve in der Schweiz gearbeitet hat. Zu sehen sind hier nicht nur Utensilien, die der Künstler für seine Gemälde, Zeichnungen und Lithografien brauchte, sondern auch Objekte aus seiner persönlichen Sammlung, Bücher aus seiner Bibliothek und seine grosse Tapisserie Amor und Psyche. Meisterwerke aus der Gemäldesammlung, die besonders repräsentativ sind für das Schaffen des Künstlers, werden zudem regelmässig ausgestellt.
Musée Jenisch Vevey

Oskar Kokoschka. Der Traum von Arkadien

5. April 2019 – 11. August 2019
Vernissage am 4. April um 18:30 Uhr
Espace Kokoschka, Musée Jenisch, Vevey

«Hellas ist für uns alle ein Idealbild wie der Garten Eden. Warum? Vielleicht weil der Mensch dort das Menschliche am besten verwirklicht hat», Oskar Kokoschka in seiner Autobiographie Mein Leben

Die idyllischen Zeiten, die das diesjährigen Winzerfest in Vevey auf eindrückliche Weise wiederauferstehen lässt, sind auch die Ära, die der österreichische Expressionist Oskar Kokoschka in seinen Werken zelebrierte. Seine pastoralen Landschaften preisen eine verherrlichte Natur, in der Hirten und Herden in Harmonie miteinander leben – ein Schlaraffenland mit seelenruhig weidenden Tieren, saftig grünen Wiesen und sonnenverwöhnten Früchten, über das Pan und Dionysos als grosszügige Götter wachen. Diese Zeichnungen und Lithographien, in denen der Traum von Arkadien zum Ausdruck kommt, zeigen die Sehnsucht nach Frieden und einem gesellschaftlichen Ideal eines zutiefst engagierten Künstlers, der die Antike als goldenes und moralisches Zeitalter verstand.
Musée Jenisch Vevey

Oskar Kokoschka: Eine Retrospektive
14. Dezember 2018 – 10. März 2019
Kunsthaus Zürich

Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Leopold Museum in Wien enstant, ist als Retrospektive angelegt und soll mit rund 250 Exponaten sämtlichen Schaffensphasen des Künstlers Rechnung tragen. Mit Schlüsselwerken aber auch selten gezeigten Arbeiten aus den international renommiertesten Sammlungen werden sämtliche von Kokoschka verwendeten Techniken wie Ölmalerei, Pastell, Zeichnung, Aquarell, Druckgrafik sowie die Theaterstücke und Kostümentwürfe vorgestellt. Schon früh spielte das Kunsthaus Zürich eine wichtige Rolle in Kokoschkas Laufbahn, folglich ist der Sammlungsbestand mit über zehn Ölgemälden, darunter Meisterwerke wie Liebespaar mit Katze (1917), gut bestückt. Da der Künstler die letzten 27 Lebensjahre in der Schweiz verbrachte, befinden sich ausser in Wien auch in Vevey und Zürich wichtige Teile seines Nachlasses. Die Ausstellung entsteht darum im engen Austausch mit der Fondation Oskar Kokoschka in Vevey und dem Oskar Kokoschka-Zentrum in Wien. Die letzte Retrospektive in der Schweiz zu Kokoschka fand 1986 am Kunsthaus Zürich statt.
Kunsthaus Zürich

Kokoschka – Dürrenmatt. Das Mythos als Gleichnis
16. Dezember 2018 – 31. März 2019
Centre Dürrenmatt Neuchâtel

Nach seiner Begegnung mit Oskar Kokoschka im Jahr 1960 widmet Friedrich Dürrenmatt diesem ein Gedicht, das eine Kunst verficht, in der die Figur des Menschen im Zentrum steht, und dessen Gemälde «Thermopylae» (1954) rühmt. Im Kalten Krieg dient Kokoschka die antike Schlacht zwischen Griechen und Persern als Gleichnis, um Westeuropa aufzurufen, seine Kräfte zu vereinen. Die Ausstellung präsentiert die Vorzeichnungen zu dem monumentalen Werk. Kokoschka eignete sich auch andere antike Mythen zur Vermittlung seiner künstlerischen und politischen Botschaft an, so wie Dürrenmatt, für den die griechischen Götter und Helden eine unerschöpfliche Inspirationsquelle waren, dies in seinem literarischen und bildnerischen Werk tat.

Anhand von rund hundert Werken von Oskar Kokoschka (1886–1980) und Friedrich Dürrenmatt (1921–1990) verdeutlicht die Ausstellung, auf welche Weise die beiden Künstler antike Mythen verarbeiten, um über ihre eigene Epoche zu sprechen. Durch zahlreiche Objekte und Dokumente wird gezeigt, wie die Faszination für die Schlacht bei den Thermopylen bis heute andauert, sei es in den Künsten, politischen Ideologien oder in der Populärkultur.
Centre Dürrenmatt Neuchâtel

Oskar Kokoschka: Expressionist, Migrant Europäer – Eine Retrospektive
6. April 2019 – 8. Juli 2019
Leopold Museum, Wien

Das Leopold Museum widmet dem „Ausnahmekünstler“ Oskar Kokoschka eine der bisher umfassendsten Retrospektiven. Mit rund 260 Exponaten, darunter Schlüsselwerke aus internationalen Sammlungen wie auch selten oder nie Gezeigtes, wird Kokoschkas vielseitiges Œuvre aus sämtlichen Schaffensperioden und -stätten wie Wien, Dresden, Prag, London und schließlich Villeneuve beleuchtet. Kokoschka, dessen Biografie einem Parallellauf durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts gleicht, wird dabei zugleich als radikaler Erneuerer und „Multitalent“ präsentiert – als Maler, Zeichner, Druckgrafiker, Literat, Dramatiker und Theatermacher wie auch als Humanist, überzeugter Europäer und durchaus ambivalenter „Homo politicus“. Zahlreiche Dokumente zeichnen Kokoschkas wechselvolle Beziehung zu seiner „Heimat“ Österreich nach, der er wiederholt abhandengekommen war. Andere Schwerpunkte bilden Kokoschkas gewandeltes Frauenbild – vom Geschlechterkampf bis zur Beschwörung der „Mutter“ als Friedenstifterin –, seine „psychologischen“, eine Innenschau ermöglichenden Porträts, sowie sein nachhaltiges Eintreten für figurative Kunst, durch das er nachfolgende Künstlergenerationen prägte.

Die Ausstellung im Leopold Museum, das selbst über umfangreiche Bestände verfügt, entsteht in engem Austausch mit der Fondation Oskar Kokoschka in Vevey, dem Oskar Kokoschka-Zentrum in Wien sowie in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich.
www.leopoldmuseum.org