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Aktivitäten 2019

Online-Werkverzeichnis sämtlicher Gemälde von Oskar Kokoschka
Die Arbeiten, die als Work in progressgestaltet sind, werden 2019 weitergeführt, namentlich mit einer Aktualisierung der Angaben zu den Ausstellungen und der Bibliographie, sowie mit dem Erhalten von Fotografien in hoher Auflösung. Eine gedruckte Ausgabe des zweiten Bandes des Werkverzeichnisses wird gegenwärtig mit Unterstützung der Fondation Oskar Kokoschka von Katharina Erling erarbeitet. Das Forschungsteam umfasst neben Walter Feilchenfeldt und Katharina Erling, den Herausgebern der Publikation, auch Aglaja Kempf, Koordinatorin des Projekts.

Besitzer von Werken, die Angaben zu neuen Standorten usw. machen können, sind gebeten, sich mit der Kuratorin der Stiftung in Verbindung zu setzen: Frau Aglaja Kempf, info@oskar-kokoschka.ch.

Pflege der Sammlung
Die Stiftung konzentrierte sich 2018 insbesondere auf die Aufarbeitung und Neuordnung der Sammlung. Ein Teil der Werke auf Papier wurde zudem inventarisiert und in Hüllen aus säurefreiem Papier gelegt. Die Arbeiten werden 2019 weitergeführt, insbesondere mit der Überführung des Inventars der Stiftung in die gemeinsame Datenbank des Musée Jenisch. Ebenso ist geplant, weitere Zustandsberichte für allfällige Restaurationen zu erstellen und die Einrahmung von Bildern zu prüfen.

Ausstellungen

Oskar Kokoschka. Der Traum von Arkadien

5. April 2019 – 11. August 2019
Vernissage am 4. April um 18:30 Uhr
Espace Kokoschka, Musée Jenisch, Vevey

«Hellas ist für uns alle ein Idealbild wie der Garten Eden. Warum? Vielleicht weil der Mensch dort das Menschliche am besten verwirklicht hat», Oskar Kokoschka in seiner Autobiographie Mein Leben

Die idyllischen Zeiten, die das diesjährigen Winzerfest in Vevey auf eindrückliche Weise wiederauferstehen lässt, sind auch die Ära, die der österreichische Expressionist Oskar Kokoschka in seinen Werken zelebrierte. Seine pastoralen Landschaften preisen eine verherrlichte Natur, in der Hirten und Herden in Harmonie miteinander leben – ein Schlaraffenland mit seelenruhig weidenden Tieren, saftig grünen Wiesen und sonnenverwöhnten Früchten, über das Pan und Dionysos als grosszügige Götter wachen. Diese Zeichnungen und Lithographien, in denen der Traum von Arkadien zum Ausdruck kommt, zeigen die Sehnsucht nach Frieden und einem gesellschaftlichen Ideal eines zutiefst engagierten Künstlers, der die Antike als goldenes und moralisches Zeitalter verstand.
Musée Jenisch Vevey

Permanente Ausstellungssäle
Ab 21. Juni 2018
Espace Kokoschka, Musée Jenisch, Vevey

In einem der beiden Säle sind Meisterwerke aus der Sammlung der Stiftung ausgestellt, die besonders repräsentativ für das Werk des Künstlers sind. Im andern vermitteln Staffelei, Material, das Kokoschka für seine Gemälde, Zeichnungen und Lithographien brauchte, Objekte aus der persönlichen Sammlung des Künstlers, Bücher aus seiner Bibliothek und seine grosse Tapisserie Amor und Psycheeinen Einblick in das Umfeld, in dem er ab 1953 in seiner Villa im schweizerischen Villeneuve gearbeitet hat.
Musée Jenisch Vevey

Oskar Kokoschka: Eine Retrospektive
14. Dezember 2018 – 10. März 2019
Kunsthaus Zürich

Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Leopold Museum in Wien enstant, ist als Retrospektive angelegt und soll mit rund 250 Exponaten sämtlichen Schaffensphasen des Künstlers Rechnung tragen. Mit Schlüsselwerken aber auch selten gezeigten Arbeiten aus den international renommiertesten Sammlungen werden sämtliche von Kokoschka verwendeten Techniken wie Ölmalerei, Pastell, Zeichnung, Aquarell, Druckgrafik sowie die Theaterstücke und Kostümentwürfe vorgestellt. Schon früh spielte das Kunsthaus Zürich eine wichtige Rolle in Kokoschkas Laufbahn, folglich ist der Sammlungsbestand mit über zehn Ölgemälden, darunter Meisterwerke wie Liebespaar mit Katze (1917), gut bestückt. Da der Künstler die letzten 27 Lebensjahre in der Schweiz verbrachte, befinden sich ausser in Wien auch in Vevey und Zürich wichtige Teile seines Nachlasses. Die Ausstellung entsteht darum im engen Austausch mit der Fondation Oskar Kokoschka in Vevey und dem Oskar Kokoschka-Zentrum in Wien. Die letzte Retrospektive in der Schweiz zu Kokoschka fand 1986 am Kunsthaus Zürich statt.
Kunsthaus Zürich

Kokoschka – Dürrenmatt. Das Mythos als Gleichnis
16. Dezember 2018 – 31. März 2019
Centre Dürrenmatt Neuchâtel

Nach seiner Begegnung mit Oskar Kokoschka im Jahr 1960 widmet Friedrich Dürrenmatt diesem ein Gedicht, das eine Kunst verficht, in der die Figur des Menschen im Zentrum steht, und dessen Gemälde «Thermopylae» (1954) rühmt. Im Kalten Krieg dient Kokoschka die antike Schlacht zwischen Griechen und Persern als Gleichnis, um Westeuropa aufzurufen, seine Kräfte zu vereinen. Die Ausstellung präsentiert die Vorzeichnungen zu dem monumentalen Werk. Kokoschka eignete sich auch andere antike Mythen zur Vermittlung seiner künstlerischen und politischen Botschaft an, so wie Dürrenmatt, für den die griechischen Götter und Helden eine unerschöpfliche Inspirationsquelle waren, dies in seinem literarischen und bildnerischen Werk tat.

Anhand von rund hundert Werken von Oskar Kokoschka (1886–1980) und Friedrich Dürrenmatt (1921–1990) verdeutlicht die Ausstellung, auf welche Weise die beiden Künstler antike Mythen verarbeiten, um über ihre eigene Epoche zu sprechen. Durch zahlreiche Objekte und Dokumente wird gezeigt, wie die Faszination für die Schlacht bei den Thermopylen bis heute andauert, sei es in den Künsten, politischen Ideologien oder in der Populärkultur.
Centre Dürrenmatt Neuchâtel

Oskar Kokoschka: Expressionist, Migrant Europäer – Eine Retrospektive
6. April 2019 – 8. Juli 2019
Leopold Museum, Wien

Das Leopold Museum widmet dem „Ausnahmekünstler“ Oskar Kokoschka eine der bisher umfassendsten Retrospektiven. Mit rund 260 Exponaten, darunter Schlüsselwerke aus internationalen Sammlungen wie auch selten oder nie Gezeigtes, wird Kokoschkas vielseitiges Œuvre aus sämtlichen Schaffensperioden und -stätten wie Wien, Dresden, Prag, London und schließlich Villeneuve beleuchtet. Kokoschka, dessen Biografie einem Parallellauf durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts gleicht, wird dabei zugleich als radikaler Erneuerer und „Multitalent“ präsentiert – als Maler, Zeichner, Druckgrafiker, Literat, Dramatiker und Theatermacher wie auch als Humanist, überzeugter Europäer und durchaus ambivalenter „Homo politicus“. Zahlreiche Dokumente zeichnen Kokoschkas wechselvolle Beziehung zu seiner „Heimat“ Österreich nach, der er wiederholt abhandengekommen war. Andere Schwerpunkte bilden Kokoschkas gewandeltes Frauenbild – vom Geschlechterkampf bis zur Beschwörung der „Mutter“ als Friedenstifterin –, seine „psychologischen“, eine Innenschau ermöglichenden Porträts, sowie sein nachhaltiges Eintreten für figurative Kunst, durch das er nachfolgende Künstlergenerationen prägte.

Die Ausstellung im Leopold Museum, das selbst über umfangreiche Bestände verfügt, entsteht in engem Austausch mit der Fondation Oskar Kokoschka in Vevey, dem Oskar Kokoschka-Zentrum in Wien sowie in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich.
www.leopoldmuseum.org