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Ausstellungen 2017

Zeichnungen früher Mädchenporträts von Oskar Kokoschka (1908 – 1932)

Musée Jenisch, Vevey
14. Juni 2016 – 31. Januar 2017

Die Fondation Oskar Kokoschka bewahrt zahlreiche Zeichungen von jungen Mädchen aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Sein Meisterschüler Friedrich Karl Gotsch berichtet in seinen Erinnerungen an Kokoschkas Unterricht an der Dresdner Kunstakademie (1919 – 1923) von dessen Vorliebe für Kindermodelle: «Diesen Geschöpfen wurden bunte Tücher gegeben, in die sie sich einhüllten und mit denen sie Mummenschanz trieben. Daß sie stets in einer nicht allzu unruhigen Bewegung seien, wurde gewünscht. Man sollte lernen, zu erhaschen, was wichtig ist.» Bei dem Umhang in Kokoschkas Aquarell Mädchen mit grünem Lendenschurz von 1921 handelt es sich um ein solches Tuch. Die Ausstellung wird ergänzt durch einige kostbare Zeichnungen aus einer Schweizer Privatsammlung, darunter das Tanzende Mädchen mit hochgehobenem Rock von 1908.
Musée Jenisch Vevey

Oskar Kokoschka. Die Gemälde
31. März – 1. Oktober 2017
Espace Kokoschka, Musée Jenisch, Vevey

Aus Anlass der Online-Schaltung des Catalogue raisonnés der Gemälde von Oskar Kokoschka ist diese Ausstellung den Meisterwerken seiner Malerei in der Sammlung der Stiftung gewidmet. Die gezeigten Werke umfassen die Jahre von 1906 bis 1973 und repräsentieren alle Phasen im Schaffen des Künstlers.

Als Kokoschka seine Ausbildung in Wien begann, war die Stadt einer der Orte in Europa, wo aus der umstrittenen Abgrenzung zwischen "hoher" und angewandter Kunst besonders fruchtbare Lösungsansätze hervorgingen. So besuchte Kokoschka an der Kunstgewerbeschule eine "Fachschule für Malerei" und wurde anlässlich der für die Wiener Moderne bahnbrechenden Kunstschau von 1908 vom Architekten Adolf Loos entdeckt, der seine expressionistische Begabung erkannte. Wie andere Expressionisten der Zeit malte Kokoschka Figurenbilder vor Modellen in Bewegung, und die Suche nach der Bewegung wurde auch in den Stadtansichten und Landschaften erkennbar, die er oft in dynamischer Verzerrung und aus unterschiedlichen Blickwinkeln darstellte.

Durch die Münchner Ausstellung von 1937 als sogenannter "entarteter Künstler" denunziert, setzte er die Mittel der Malerei fortan auch im Dienst politischer Aufklärung ein. Sein ganzes Leben lang wird Kokoschka an der Malerei festhalten auch wenn er daneben zahlreiche Aquarelle, Zeichnungen und Lithographien schafft. 

Musée Jenisch Vevey

Ernst Ludwig Kirchner und Oskar Kokoschka
19. November 2017 – 22. April 2018
Davos, Kirchner Museum

Die Stiftung Oskar Kokoschka ist Partner des Kirchner Museums in Davos für diese  bedeutende Ausstellung zu zwei Hauptfiguren des Expressionismus in Deutschland und Österreich, Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) und Oskar Kokoschka (1886-1980). Mit einem umfassenden Überblick über den Zeitraum von 1905 bis zum Ende der 1930er Jahre macht sie die Parallelen vor allem im frühen Schaffen der beiden Künstler anschaulich und setzt ihre Arbeiten in Verbindung zueinander. Jeder Künstler ist mit etwa hundert Werken vertreten, darunter neben Gemälden auch zahlreiche Zeichnungen und graphische Blätter.
www.kirchnermuseum.ch