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Aktivitäten 2017

Neuer Online-Werkkatalog sämtlicher Gemälde von Oskar Kokoschka
2017 wird die Online-Schaltung des vollständigen Catalogue raisonnés sämtlicher Gemälde von Oskar Kokoschka erfolgen und der Forschung sowie allen am Werk des Künstlers Interessierten neue Grundlagen erschliessen. Ein Forschungsteam unter Leitung von Katharina Erling und Walter Feilchenfeldt sowie Sabine Kaufmann als wissenschaftlicher Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin wird den 1995 erschienenen ersten Band des Werkverzeichnisses von Johann Winkler und Katharina Erling aktualisieren und überdies alle Angaben für die Bilder des Künstlers von 1930-1980 erschliessen. Ein im Druck erscheinender zweiter Band des Werkverzeichnisses wird von Katharina Erling erarbeitet und durch die Fondation Oskar Kokoschka gefördert.

Besitzer von Werken, die Angaben zu neuen Standorte usw. machen können, sind gebeten, sich mit der Kuratorin der Fondation in Verbindung zu setzen: Frau Aglaja Kempf, info@oskar-kokoschka.ch.

Pflege der Sammlung
Ende 2016 ist die Sammlung der Stiftung Oskar Kokoschka ins Musée Jenisch zurückgekehrt, nachdem sie während der Renovation des Museums in Vevey im Kunstmuseum Appenzell deponiert war. 2017 wird sich die Stiftung auf die Aufarbeitung ihrer Sammlungen konzentrieren, die Werke von Oskar Kokoschka (rund 2’300 Inventarnummern) und Objekte seiner persönlichen Sammlung (270 Inventarnummern) umfasst. Nach der langen Auslagerung muss jetzt der Bestand erneut inventarisiert und in einer digitalen Datenbank zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus sollen Zustandsberichte erstellt und Fragen zur Einrahmung der Bilder geprüft werden.

Ausstellung
Oskar Kokoschka. Die Gemälde
31. März – 1. Oktober 2017 und 27. Oktober 2017 – 4. Februar 2018
Espace Kokoschka, Musée Jenisch, Vevey

Aus Anlass der Online-Schaltung des Catalogue raisonnés der Gemälde von Oskar Kokoschka ist diese Ausstellung den Meisterwerken seiner Malerei in der Sammlung der Stiftung gewidmet. Die gezeigten Werke umfassen die Jahre von 1906 bis 1973 und repräsentieren alle Phasen im Schaffen des Künstlers.

Als Kokoschka seine Ausbildung in Wien begann, war die Stadt einer der Orte in Europa, wo aus der umstrittenen Abgrenzung zwischen "hoher" und angewandter Kunst besonders fruchtbare Lösungsansätze hervorgingen. So besuchte Kokoschka an der Kunstgewerbeschule eine "Fachschule für Malerei" und wurde anlässlich der für die Wiener Moderne bahnbrechenden Kunstschau von 1908 vom Architekten Adolf Loos entdeckt, der seine expressionistische Begabung erkannte. Wie andere Expressionisten der Zeit malte Kokoschka Figurenbilder vor Modellen in Bewegung, und die Suche nach der Bewegung wurde auch in den Stadtansichten und Landschaften erkennbar, die er oft in dynamischer Verzerrung und aus unterschiedlichen Blickwinkeln darstellte.

Durch die Münchner Ausstellung von 1937 als sogenannter "entarteter Künstler" denunziert, setzte er die Mittel der Malerei fortan auch im Dienst politischer Aufklärung ein. Sein ganzes Leben lang wird Kokoschka an der Malerei festhalten auch wenn er daneben zahlreiche Aquarelle, Zeichnungen und Lithographien schafft.

Musée Jenisch Vevey

Ausstellung
Ernst Ludwig Kirchner und Oskar Kokoschka
19. November 2017 – 22. April 2018
Davos, Kirchner Museum

Die Stiftung Oskar Kokoschka ist Partner des Kirchner Museums in Davos für diese  bedeutende Ausstellung zu zwei Hauptfiguren des Expressionismus in Deutschland und Österreich, Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) und Oskar Kokoschka (1886-1980). Mit einem umfassenden Überblick über den Zeitraum von 1905 bis zum Ende der 1930er Jahre macht sie die Parallelen vor allem im frühen Schaffen der beiden Künstler anschaulich und setzt ihre Arbeiten in Verbindung zueinander. Jeder Künstler ist mit etwa hundert Werken vertreten, darunter neben Gemälden auch zahlreiche Zeichnungen und graphische Blätter.
www.kirchnermuseum.ch